Marine le pen Chesnot/Getty Images

Das zweite europäische Jahr

NEW YORK – Vor über vier Jahrzehnten erklärte Henry Kissinger, der damalige US-Berater für Nationale Sicherheit, das Jahr 1973 zum „europäischen Jahr“.. Damit wollte er den Modernisierungsbedarf der atlantischen Beziehungen betonen und insbesondere die europäischen Alliierten Amerikas dazu aufzufordern, im Nahen Osten und beim Kampf gegen die Sowjetunion stärker mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten.

Heute müsste Kissinger wohl zugeben, dass die Europäer seiner Aufforderung nicht nachgekommen sind. Aber trotzdem steht uns erneut ein „europäisches Jahr“ bevor. Diesmal allerdings kommt der Anstoß weniger von einer frustrierten US-Regierung, sondern aus Europa selbst.

Heute steht genauso viel auf dem Spiel wie 1973, wenn nicht sogar noch mehr. Russland macht keinerlei Anstalten, sich aus der Krim zurückzuziehen oder seine Versuche zur Destabilisierung der Ostukraine aufzugeben. Die Befürchtung bleibt, Russland könne ähnliche Taktiken gegen einen oder mehrere der kleinen NATO-Staaten entlang seiner Grenze einsetzen.

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