Women in Kinshasa Eduardo Soteras/Stringer

Zur Verteidigung der Globalisierung

LONDON – Bei meinem letzten Besuch im schönen Chile habe ich an einem Zukunftskongress teilgenommen und hatte zudem Gelegenheit, bis an die äußerste Spitze des südamerikanischen Kontinents zu reisen. Außerdem habe ich unlängst an einem BBC-Radio-Feature mit dem Titel „Fixing Globalization“ mitgewirkt, für das ich auf der Suche nach Ideen, wie sich bestimmte Aspekte der Globalisierung verbessern lassen, kreuz und quer durch das Vereinigte Königreich gereist bin und mit namhaften Experten aktuelle Fragen diskutiert habe. Ich habe in beiden Fällen Dinge gesehen, die mich überzeugt haben, dass es höchste Zeit ist, die Globalisierung zu verteidigen.

Chile ist heute das reichste Land Lateinamerikas und verfügt mit rund 23.000 US-Dollar  über ein ähnlich hohes Pro-Kopf-BIP wie mitteleuropäische Länder. Für ein Land, das in so hohem Maße von der Kupferproduktion abhängig ist wie Chile, ist das ein beachtlicher Erfolg, der es von vielen seiner Nachbarn unterscheidet. Chile ist, wie viele andere Länder auch, mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert und seine Wachstumsrate lässt zu wünschen übrig. Zugleich stehen dem Land aber zahlreiche vielversprechende Möglichkeiten außerhalb seiner Grenzen offen.

In meiner Zeit als Leiter eines Gremiums, das sich mit antimikrobieller Resistenz beschäftigt, habe ich beispielsweise gelernt, dass Kupfer wirkungsvolle antibakterielle Eigenschaften besitzt und ein ideales Material für den Einsatz in Gesundheitseinrichtungen ist, um die Ausbreitung von Bakterien zu bekämpfen. Das bedeutet, dass Kupferproduzenten wie Chile, Australien und Kanada die globale Gesundheit verbessern – und den Export ankurbeln – können, indem sie eine erschwingliche Versorgung von Krankenhäusern und anderen klinischen Umgebungen weltweit mit Kupferwerkstoffen aufbauen.

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