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Das Problem mit den Nachrichten

OXFORD – Die britische Öffentlichkeit kann nie genug Nachrichten über den Brexit bekommen – das ist zumindest das Ergebnis der Datenanalysen von Nachrichtenplattformen. Dem neuesten Digital News Report des Reuters Institute zufolge versuchen jedoch 71% der britischen Öffentlichkeit, einen Bogen um die Berichterstattung über den bevorstehenden Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union zu machen. Diese Diskrepanz, die sich in einer Vielzahl von Bereichen zeigt, wirft ernste Fragen über den zunehmend datengestützten Ansatz von Nachrichtenunternehmen bei der Berichterstattung auf.

Der Boom der Datenanalyse hat Journalisten und ihre Herausgeber überzeugt, dass sie wissen, was die Menschen wollen. Und das aus gutem Grund: Da ein Großteil an Nachrichten im Internet konsumiert wird, wissen Medienplattformen genau, welche Artikel Leser anklicken, wie viel sie lesen, bevor sie sich langweilen, was sie mit ihren Freunden teilen und welche Art von Inhalten sie dazu verleitet, ein Abo abzuschließen.

Aus solchen Daten geht zum Beispiel hervor, dass Nutzer an außergewöhnlich investigativem Journalismus, Ratschlägen zum Thema Ernährung und persönliche Finanzen sowie Essays über Beziehungen und Familie interessiert sind. Sie geben Artikeln mit einem persönlichen Blickwinkel – etwa über das Schicksal eines Betroffenen – den Vorzug gegenüber Berichten über anhaltende Konflikte im Nahen Osten oder Neuigkeiten aus der Stadtverwaltung. Und sie werden von Sensationsmeldungen angezogen – etwa über die Skandale und Possen von US-Präsident Donald Trump – unter reißerischen „Clickbait“-Überschriften.

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