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Wie sich populistische Demagogen bekämpfen lassen

CAMBRIDGE – Als ich neulich an einer Konferenz teilgenommen habe, saß ich neben einem prominenten US-Experten für Handelspolitik. Wir kamen ins Gespräch über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta), das von Präsident Donald Trump für die Probleme amerikanischer Arbeiter verantwortlich gemacht wird und das er neu verhandeln will. „Ich habe Nafta nie für eine große Sache gehalten“, meinte der Wirtschaftsexperte.

Ich war erstaunt. Als das Freihandelsabkommen vor einem Vierteljahrhundert vereinbart wurde, war dieser Ökonom einer der prominentesten und entschiedensten Befürworter. Er hatte zusammen mit weiteren Handelsexperten wesentlich dazu beigetragen, die amerikanische Öffentlichkeit von dem Abkommen zu überzeugen. „Ich habe Nafta unterstützt, weil ich dachte, dass es den Weg für weitere Handelsabkommen ebnen würde“, erklärte mein Sitznachbar.

Ein paar Wochen später war ich in Europa bei einem Abendessen zu Gast, bei dem ein ehemaliger Finanzminister eines Landes der Eurozone als Redner geladen war. Thema war der wachsende Populismus. Der frühere Minister, der sich aus der Politik zurückgezogen hat, fand deutliche Worte für die Fehler, die die politische Elite in Europa seiner Ansicht nach gemacht hat: „Wir werfen Populisten vor, Versprechungen zu machen, die sie nicht halten können, dabei sollten wir diese Kritik gegen uns selbst richten.“

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