Nein zu einem grünen Fundamentalismus

BORDEAUX: Die Klimatologie und ihr Schwerpunkt, die globale Erwärmung, sind eine relativ neue Ergänzung zu den Naturwissenschaften. Doch trotz der relativen Jugend dieser Forschungsrichtung hat sich ein eindeutiger Konsens herausgebildet: Der Klimawandel – für den in erheblichem Umfang, wenn auch nicht ausschließlich menschliches Tun verantwortlich ist – bedroht inzwischen unsere Lebensweise; daher müssen wir die Mittel entwickeln, um ihn zu bekämpfen.

Doch ich glaube auch, dass der in bestimmten Kreisen spürbare fundamentalistische Ansatz an die Grenzen dessen geht, was akzeptabel ist. Wie können sich diese Fundamentalisten zur Lösung des Problems der globalen Erwärmung dafür aussprechen, das Wirtschaftswachstum zu begrenzen, wenn überall auf der Welt hunderte von Millionen von Männern, Frauen und Kindern noch immer in bitterster Armut leben und verzweifelt der Hilfe bedürfen?

Die Menschen in den armen Teilen der Welt haben ein Recht auf wirtschaftliche Entwicklung, damit sie ihre eigenen Lebensmittel produzieren können, Zugang zu sauberem Wasser erhalten, eine angemessene Unterkunft haben und all die Vorteile in Anspruch nehmen können, die Krankenhäuser und Schulen verkörpern. Dies sind unverzichtbare Menschenrechte, und sie lassen sich nur durch Wirtschaftswachstum realisieren, nicht durch Stagnation.

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