Two teenage Nepali males reading newspapers Eye Ubiquitous/UIG /Getty Images

Die Rückkehr der Zeitung

BANGKOK – Die sozialen Medien sind nichts Neues mehr, aber 2016 sah es so aus als seien Plattformen wie Twitter und Facebook kurz davor, traditionelle Zeitungen überflüssig zu machen. Nach dem Sieg von Donald Trump in den Vereinigten Staaten schien es, den traditionellen Medien war nicht nur das Narrativ verloren gegangen, sondern sie hatten auch ihre Relevanz verloren.

Trump hat den breit angelegten Angriff auf die traditionellen Medien und besonders auf die Zeitungen angeführt. Aber auch viele Vertreter der Presse erklärten schnell, ihre eigenen Grenzen seien erreicht. Man warf ihnen vor, elitär zu sein und keinen Kontakt mehr mit den Lesern zu haben. Nach der Wahl schwankte die Reaktion der Zeitungen von Selbstgeißelung bis hin zu Reue. Perplex angesichts der Beschuldigungen von allen Seiten haben Experten, die unfähig gewesen waren, die Wahlergebnisse adäquat zu prognostizieren, prophezeit, dass Verkaufsrückgänge, schwache Führung und fehlende Glaubwürdigkeit die Vorboten des Untergangs der Zeitungen seien, wie wir sie kennen.

Aber mehr als ein Jahr später ist klar, dass Trumps Sieg nichts davon bedeutete. Im Gegenteil, sein Aufstieg hat das Zeitungsgeschäft wichtiger gemacht denn je. Die wichtigste Geschichte von 2017 war vielleicht, dass Donald Trump Zeitungen wieder großgemacht hat.

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