Iran fintech startup Scott Peterson/Getty Images

Eine umweltfreundlichere Ausrichtung des digitalen Finanzwesens

PEKING – Das digitale Finanzwesen hat sich als unerwartet revolutionär erwiesen, und zwar einfach, indem es eine preiswerte Teilhabe an der Finanzwelt ermöglicht. Dank neuer Finanztechnologien („Fintech“) können Verbraucher nahtlos einkaufen, Migranten können ihr schwer verdientes Geld preiswert an ihre Familien schicken, Kleinunternehmen können innerhalb von Minuten durch Big-Data-Profilierung auf Kredite zugreifen, und Sparer können ihr Investitionsschicksal selbst gestalten. Doch wenn die Fintech ihr Potenzial zur Förderung des globalen Gemeinwohls ausschöpfen soll, muss noch ein weiterer Faktor Berücksichtigung finden: die Umwelt.

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat kürzlich einen Bericht mit dem Titel „Fintech and Sustainable Development: Assessing the Implications“ veröffentlicht, in dem untersucht wird, wie sich das digitale Finanzwesen zugunsten der Umwelt nutzen lässt. Der Bericht zeigt auf, dass die Fintech bereits dabei ist, durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen einen grünen Finanzsektor zu schaffen, der es ärmeren Menschen ermöglicht, mittels innovativer Zahlungssysteme auf saubere Energie zuzugreifen, und es Arm und Reich erleichtert, ihr Geld umweltfreundlich anzulegen.

Das schwedische Start-up-Unternehmen Trine etwa versetzt Sparer in der Stockholmer Innenstadt in die Lage, verteilte Solarsysteme in ländlichen Gegenden tausende von Kilometern entfernt zu finanzieren. Kenias M-KOPA nutzt die enorm erfolgreiche mobile einheimische Zahlungsplattform M-PESA, um ärmeren Gemeinwesen saubere Energie zur Verfügung zu stellen. Andere Experimente stellen das umweltfreundliche Potenzial von Blockchain und Kryptowährungen heraus.

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