Flood in India Pacific Press

Geopolitik und Umweltveränderungen

LONDON – Die Welt scheint sich größtenteils in einem nervösen Zustand zu befinden. Die Beziehungen des Westens mit Russland, die Zukunft der NATO, der Krieg in Syrien und die syrischen Flüchtlinge, wachsender Rechtspopulismus, die Auswirkungen der Automation, der nahende Brexit: all diese Themen – und mehr – sind Gegenstand hitziger Debatten in der ganzen Welt. Aber ein Thema, das man mit Fug und Recht als das wichtigste von allen bezeichnen könnte, wird ignoriert oder verdrängt: die Umwelt.

So auch beim diesjährigen Treffen des Weltwirtschaftsforums in Davos. Zwar erwähnte der chinesische Präsident Xi Jinping das Klimaabkommen von Paris, aber Themen wie Klimawandel und nachhaltige Entwicklung haben es nicht auf die Hauptbühne geschafft. Stattdessen wurden sie in parallelen Sitzungen abgehandelt, die sich nur selten auch mit aktuellen politischen und wirtschaftlichen Ereignissen befassten.

Wenn wir es in einer Zeit geopolitischer und sozialer Instabilität zulassen, dass Umweltthemen auf der Strecke bleiben, begehen wir einen Fehler, und nicht nur, weil dies ein kritischer Moment im Kampf um den Umgang mit dem Klimawandel ist. Umweltzerstörung und Rohstoffunsicherheit untergraben unsere Fähigkeit, einige der größten globalen Probleme überhaupt zu lösen.

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