hurricane aftermath Cedrick Isham Calvados/Getty Images

Den Klimawandel stören

DENVER – Nach einer Saison der Rekord-Hurrikans in den Vereinigten Staaten und der Überschwemmungen in ganz Asien könnte man aufgrund des sich beschleunigenden Tempos des Klimawandels leicht verzweifeln. Doch trotz apokalyptischer Vorzeichen bleibt eine Energietransformation, deren Ausmaß und Tempo ausreicht, um den weltweiten Temperaturanstieg einzudämmen, in greifbarer Nähe. Noch besser: wir müssen nicht auf neue Erfindungen warten, um die notwendigen Änderungen umzusetzen; diese Transformation kann jetzt stattfinden, angetrieben von den Märkten und mit rentablen Lösungen von Unternehmen.

Eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 2 Grad Celsius über vorindustriellem Niveau – dem im Pariser Klimaabkommen des Jahres 2015 festgelegten Zielwert – erfordert eine sinkende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie Änderungen im Anbau von Nutzpflanzen, der Holzernte und der Landnutzung. Neue Forschungsarbeiten des Rocky Mountain Institute (RMI) zeigen, dass beides möglich ist und dass die Auswirkungen dieser Maßnahmen, den Klimawandel „positiv“ stören können.

Unseren Untersuchungen zufolge bestehen Wege hinsichtlich des künftigen Angebots und der Nachfrage nach Energie sowie der Kohlenstoffspeicherung in Wald und Boden. Werden diese Wege entsprechend beschritten, ist es möglich, das Tempo der Erwärmung dramatisch zu verlangsamen. Durch die Beschleunigung des bereits stattfindenden Übergangs zu sauberer Energie können die Treibhausgasemissionen unter jenen Wert gesenkt werden, der in Anbetracht aktueller Verbrauchsmuster zu erwarten wäre.

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