Der Anbau von Energie

Vom Klimawandel bis zu schwankenden Ölpreisen deuten alle Anzeichen auf eine bevorstehende globale Energiekrise hin. Sich dieser ständig größer werdenden Herausforderung zu stellen, heißt, dass es sich die Menschheit nicht mehr leisten kann, jene unerschöpfliche, in organischem Material lagernde Ressource zu ignorieren, die uns von der Sonne über den Weg der Photosynthese jeden Tag zur Verfügung gestellt wird. Sonnenenergie ermöglicht es Pflanzen, Kohlendioxid aufzunehmen und dabei nicht nur Sauerstoff, sondern auch Material zu produzieren, das im Tierreich als Futter dient – und unseren Maschinen Energie liefert.

Seit dem Neolithikum (Jungsteinzeit) haben Menschen diese „Biomasse“ angebaut, um sich zu ernähren. Dennoch wird dieses Energiepotenzial in der Welt von heute ignoriert. Seit Beginn der industriellen Revolution war die Menschheit darauf aus, Energie aus Kohle und später aus Öl und Erdgas zu gewinnen, was allerdings zur Erschöpfung nicht erneuerbarer Ressourcen führt.

Alternativen zur Diversifizierung der Energieproduktion sind begrenzt. Atomenergie hat einige Nachteile, die sich aus Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit und der Lagerung radioaktiven Abfalls ergeben. Wasserkraft wird zwar verbreitet genutzt, Wind- und Solarenergie wird jedoch aus strukturellen Gründen nur spärlich produziert und ist auch nicht überall im gleichen Ausmaß verfügbar.

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