ratti11_ Romy Arroyo Fernandez_NurPhoto via Getty Images_man working computer Romy Arroyo Fernandez/NurPhoto via Getty Images

Die Neuerfindung des Büros

BOSTON – Im letzten Monat kündigte Twitter-CEO Jack Dorsey an, das Unternehmen würde seinen Mitarbeitern, die momentan entsprechend der Regeln zur sozialen Distanzierung von zu Hause aus arbeiten, erlauben, dauerhaft dort zu bleiben. Auch mehrere andere große Firmen – von Facebook bis hin zum französischen Autohersteller PSA – planen, nach dem Ende der COVID-19-Krise viel mehr Angestellte in Heimarbeit zu beschäftigen. Wird das Büro ein weiteres Opfer der Pandemie?

In gewisser Hinsicht ist der Tod des Büros schon seit langem absehbar. In den 1960ern prognostizierte der amerikanische Zukunftsforscher Melvin Webber ein „nachstädtisches Zeitalter“, in dem es möglich werde, sich „auf einem Berggipfel zu befinden und dabei intimen, zeitgleichen und realistischen Kontakt zu Unternehmen oder anderen Partnern zu halten“.

Während des Dotcom-Booms Ende der 1990er ließ der Aufstieg der Internetfirmen die Zukunft näher als je zuvor erscheinen. Wie es der britische Journalist Frances Cairncross 1997 ausdrückte, bedeutete das Internet den „Tod der Entfernung“. Und sobald die Entfernung keine Rolle mehr spielt, ist es nur logisch, dass Büros – und ganze Städte – irrelevant werden.

We hope you're enjoying Project Syndicate.

To continue reading, subscribe now.

Subscribe

or

Register for FREE to access two premium articles per month.

Register

https://prosyn.org/ZnWGVCIde