Frauen und Entwicklung

KOPENHAGEN – Ein Mädchen, das in Südasien oder in Subsahara-Afrika auf die Welt kommt, hat mit einer grausamen doppelten Bürde zu kämpfen. Erstens wächst sie in einer von Armut, Krankheit, Krieg oder Hungersnot geprägten Region auf und muss diesen Herausforderungen mit dem zusätzlichen Nachteil begegnen, weiblichen Geschlechts zu sein.

Obwohl man der Gender-Frage heute mehr Aufmerksamkeit schenkt, bestehen Ungleichheiten in jeder Kultur, in jedem Land und auf jedem Kontinent weiter. Eine neue Studie des Projekts „Kopenhagen Konsens” zeigt, dass die Beseitigung dieser Benachteiligungen eine Investition mit hoher Rendite ist. 

Trotz des weltweiten Interesses an Bildung für alle, wird vielen Mädchen in armen Ländern eine grundlegende Schulbildung weiterhin vorenthalten. Von Beginn an haben sie mit Benachteiligungen zu kämpfen. 60 Prozent aller Kinder weltweit, die nicht Lesen und Schreiben können, sind Mädchen. Vor allem in Südasien und Subsahara-Afrika sind kulturelle Normen und wirtschaftliche Härten dafür verantwortlich, dass Eltern ihre Töchter nicht in die Schule schicken oder sie die Schule nicht so lange besuchen lassen wie ihre Söhne. Diese ungleichen Investitionen sind weder gerecht noch effizient.

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