Fish skeleton.

Somalias neue Piraten

MOGADISCHU – Somalia ist mit der längsten Küste Kontinentalafrikas gesegnet. Unsere Gewässer gehören zu den fischreichsten weltweit und quellen über mit Schwärmen von Gelbflossenthun, Blauem Merlin, Goldmakrelen und Sardinen. Doch ist dieses reiche marine Ökosystem zugleich seit 30 Jahren Quelle und Standort von Konflikten, da illegale, unregistrierte und unregulierte Fischereifahrzeuge (IUU-Fangschiffe) unsere Gewässer plündern, unsern Fisch stehlen und ihren Fang in weit entfernten Häfen verkaufen.

Vor einigen Jahren lösten diese Übergriffe der IUU-Fangschiffe eine Welle der Piraterie in Somalia aus, die der weltweiten Reedereibranche Einnahmeverluste in Milliardenhöhe bescherten. Als die illegalen ausländischen Fangschiffe aus unseren Gewässern flohen, verlagerten die somalischen Piraten ihren Fokus rasch auf lukrativere Schiffe wie Frachter und Öltanker. Und nun, da die Piraterie weitgehend ausgerottet ist, mehren sich die Hinweise, dass die ausländischen Fangschiffe zurück sind, um erneut unsere Gewässer zu plündern.

Ein neuer Bericht der Gruppe Secure Fisheries mit dem Titel Securing Somali Fisheries enthüllt neue Satellitendaten, die zeigen, dass ausländische IUU-Fangschiffe inzwischen dreimal mehr Fisch fangen als die Somalis. Sie konzentrieren sich dabei auf die wertträchtigsten Fische in unseren Gewässern und zwingen die somalischen Fischer, um geringerwertige Fische zu konkurrieren.

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