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Obama und die globale Erwärmung

KOPENHAGEN – In einer seiner ersten öffentlichen Grundsatzerklärungen als designierter amerikanischer Präsident widmete sich Barack Obama dem Klimawandel und erläuterte sowohl seine Prioritäten als auch die Fakten, auf deren Grundlage diese Prioritäten erstellt wurden. Leider steht beides auf wackeligen Beinen oder ist sogar falsch.  

Obamas Erklärung wurde per Video zum Klimaschutzgipfel von Gouverneur Arnold Schwarzenegger übertragen und auch in Poznan gezeigt, wo sich führende Politiker trafen, um einen Fahrplan zur Bekämpfung der globalen Erwärmung auszuarbeiten. Obama zufolge gibt es „wenige Herausforderungen für Amerika und die Welt, die dringender sind, als der Kampf gegen den Klimawandel.“

Derartige Aussagen gehören mittlerweile zum Standardrepertoire von Spitzenpolitikern auf der ganzen Welt, obwohl damit keine Antwort auf die Frage gegeben wird, wie viel wir tun können, um Amerika und der Welt durch Klimaschutzmaßnahmen oder andere Strategien zu helfen.

Man denke beispielsweise an die Hurrikans in Amerika. Eine Verringerung der CO2 –Emissionen hätte hinsichtlich der verheerenden Auswirkungen Katrinas auf New Orleans, wo man mit einem derartigen Desaster schon lange gerechnet hatte, gar nichts gebracht. Aber selbst radikale CO2 –Reduktionen im nächsten halben Jahrhundert würden lediglich vernachlässigbare Wirkungen zeigen.