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Die Grenzen des Grünen Wachstums

BERLIN – In den letzten Jahren haben die Bemühungen zur Lösung der anhaltenden weltweiten Umwelt- und Wirtschaftskrise und zum Einstieg in eine neue Ära nachhaltigen Wachstums unter dem Schlagwort „Grüne Ökonomie“ erheblich an Fahrt gewonnen. Doch dieser Trend führte auch zu unerwarteten Kontroversen, denn viele befürchten ein „business as usual“, wenn auch mit einem grünen Anstrich. Gestaltet sich der Versuch, Umweltschutz- und Wirtschaftsziele miteinander in Einklang zu bringen, schwieriger als gedacht?

Mit einem Wort: ja. Die allgemeine Auffassung ist, die Grüne Ökonomie werde uns von unserer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern befreien, ohne dass wir Abstriche beim Wachstum machen müssen. Viele meinen, der Übergang zu einer solchen Wirtschaftsform könne sogar neues Wachstum anregen. Aber so reizvoll diese Idee auch sein mag, sie ist nicht wirklich realistisch, wie wir in unserem Buch Kritik der Grünen Ökonomie zeigen.

Es ist durchaus möglich, dass eine wirklich „grüne“ Wirtschaft auch floriert. Doch das zur Zeit hauptsächlich etablierte Modell setzt auf schnelle und einfache Lösungen. Darüber hinaus priorisiert es weiterhin ökonomische Interessen, wie auch Sicht- und Denkweisen, und ignoriert dabei, wie tiefgreifend der erforderlicher Wandel tatsächlich sein müsste.

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