PhotoAlto/Milena Boniek/Getty Images

Globalisierung für alle

LIMA – Gegenwärtig scheinen die Verteidiger der Globalisierung immer mehr von ihren Gegnern zurückgedrängt zu werden. Wenn letztere sich durchsetzen, könnte es leicht geschehen, dass die internationale Ordnung nach den Zweiten Weltkrieg – die, oft mit Erfolg, darauf abzielte, durch Güteraustausch und Verbindungen Frieden und Wohlstand zu fördern – zusammenbricht. Kann die Globalisierung gerettet werden?

Auf den ersten Blick scheinen die Aussichten düster zu sein. Momentan steht jeglicher Aspekt der Globalisierung – freier Handel, freier Kapitalfluss und internationale Migration – unter Beschuss. An der Spitze dieser Bewegung stehen antagonistische Kräfte – von populistischen politischen Parteien über Separatistengruppen bis hin zu Terrororganisationen – deren Aktionen meist eher auf das gerichtet sind, was sie ablehnen, als auf das, was sie unterstützen.

In Russland und Asien sind es antiwestliche Gruppen, die an vorderster Front gegen die Globalisierung stehen. In Europa sind es meist die populistischen Parteien, die ihre Abneigung gegen die europäische Integration betonen. Die Rechte wendet sich dabei oft auch gegen die Einwanderung, während die Linke gegen steigende wirtschaftliche Ungleichheit kämpft. In Lateinamerika scheint die Angst vor ausländischen Einwirkungen jeglicher Art vorzuherrschen. In Afrika bekämpfen separatistische Stammesgruppen jeden, der ihrer Unabhängigkeit im Weg steht. Und im Nahen Osten führt der Islamische Staat (IS) einen bösartigen Feldzug gegen jegliche Modernität – und gegen die Gesellschaften, die diese verkörpern.

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