Krank vor Angst

CHICAGO – In den USA ist man an einem Punkt angelangt, an dem beinahe die Hälfte der Bevölkerung in irgendeiner Form als psychisch krank beschrieben wird und fast ein Viertel der Amerikaner – 67,5 Millionen – Antidepressiva nehmen. 

Diese dramatischen Zahlen haben eine breit angelegte und manchmal erbitterte Diskussion darüber ausgelöst, ob die Menschen viel mehr Medikamente als nötig gegen Probleme einnehmen, die möglicherweise nicht einmal als psychische Störungen gelten.

Studien deuten darauf hin, dass die von Ärzten und Psychiatern gestellten Diagnosen bei 40 Prozent aller Patienten nicht zutreffend sind. Und doch werden in den USA jedes Jahr 200 Millionen Rezepte für Medikamente zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen ausgestellt.

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