hydroelectric dam Sia Kambou/AFP/Getty Images

Energiewirtschaft und Umwelt

LONDON – Um eine kohlenstoffarme Zukunft zu gewährleisten und die Herausforderung durch den Klimawandel zu bewältigen, braucht es weltweit mehr Investitionen in erneuerbare Energien. Wie ist das zu bewerkstelligen? Kein System zur Energieerzeugung ist vollkommen und selbst „grüne“ Projekte zur Energieproduktion müssen angesichts ihres geographischen Fußabdrucks sorgfältig geplant und umgesetzt werden, um die Auswirkungen des so genannten „energy sprawl“ - der weitreichenden Flächennutzung zur Energiegewinnung - auf Landschaft, Flüsse und Ozeane zu lindern.

Die Wasserkraft ist eines der deutlichsten Beispiele für die unbeabsichtigten Folgen, die Standorte der Infrastruktur zur Gewinnung erneuerbarer Energien haben können. Elektrizität aus Wasserkraft bildet derzeit die bedeutsamste Quelle erneuerbarer Energie. Daraus wird doppelt so viel Energie gewonnen wie aus allen anderen Erneuerbaren zusammen. Selbst angesichts der massiven Ausweitung von Solar- und Windenergieprojekten gehen die meisten Prognosen davon aus, dass bis 2040 ein Anstieg der Wasserkraft-Kapazitäten um 50 Prozent erforderlich sein wird, um die globalen Klimaschutzziele zu erreichen.

Doch trotz der Verheißungen der Wasserkraft, gilt es beim Bau von Staudämmen, beträchtliche wirtschaftliche und ökologische Folgen zu bedenken. So wird beispielsweise die Binnenfischerei besonders durch Staudämme beeinträchtigt, die den natürlichen Fluss des Wassers behindern. Jährlich werden über sechs Millionen Tonnen Fisch aus Flussgebieten gewonnen, für die Pläne zum Ausbau der Wasserkraft bestehen. Ohne sachgemäße Planung könnten diese Projekte eine bedeutende Nahrungsmittel- und Einkommensquelle für über 100 Millionen Menschen gefährden.

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