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Der Mangel an Klimadaten in den Städten

RIO DE JANEIRO – Angesichts dessen, dass die Städte in den nächsten Jahren verheerenden Klimabelastungen und -schocks ausgesetzt sein werden, könnte man meinen, sie würden sich beeilen, Strategien zur Schadensbegrenzung und Anpassung einzuführen. Aber die meisten Stadtbewohner sind sich der Gefahren kaum bewusst, da ihre Bürgermeister, Verwaltungen und Stadträte nicht die richtigen Informationen erheben und auswerten.

Im Zuge dessen, dass immer mehr Regierungen Strategien zur Verringerung der Treibhausgasemissionen umsetzen, müssen die Städte in aller Welt ihre Fähigkeiten verbessern, Klimadaten zu sammeln und zu interpretieren. Mehr als 11000 von ihnen haben bereits eine globales Abkommen zum Kampf gegen den Klimawandel und zum Übergang zu sauberen Energieträgern unterschrieben, und viele wollen bereits vor ihren nationalen Regierungen Nettonullemissionen erreichen. Aber so gut wie allen mangelt es an grundlegenden Methoden zur Messung ihrer Fortschritte.

Diese Lücke muss dringend geschlossen werden, da Städte in aller Welt bereits jetzt vom Klimawandel betroffen sind. Auf fast allen Kontinenten werden sie von Hitzewellen, Bränden, Taifunen oder Hurrikanen heimgesucht. Küstenstädte leiden wegen des steigenden Meeresspiegels unter schweren Überschwemmungen. Und einige Megastädte und ihre wuchernden Randbezirke werden völlig neu geplant: Ein Beispiel dafür ist Indonesiens 34 Milliarden-Dollar-Plan, die Hauptstadt des Landes 2024 von Jakarta nach Borneo zu verlegen.

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