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Kann Amerika wieder die Führungsmacht werden?

ANN ARBOR – Die bevorstehende Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden  hat Hoffnungen geweckt, dass seine Regierung Amerika wieder als Führungsmacht etablieren werde. Das ist auch der richtige Ansatz, wenn die Vereinigten Staaten ihre Rivalität mit China in einen konstruktiven Wettbewerb umwandeln wollen. Ob es Biden allerdings gelingt, die globale Führungsrolle Amerikas wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten, wird davon abhängen, wie effektiv er innenpolitische Brüche überwinden und tief sitzende Bedenken in Teilen der US-Wählerschaft gegenüber der Globalisierung zerstreuen kann.

Biden hat wiederholt zugesichert, Amerikas Ruf und Geltung auf internationaler Bühne wiederherzustellen, die unter Donald Trump erheblichen Schaden genommen haben. Dazu will er rasch für den Wiederbeitritt der USA zu multilateralen Institutionen (wie der Weltgesundheitsorganisation) und internationalen Abkommen (angefangen beim Pariser Klimaabkommen) sorgen, aus denen sich die USA unter Trump zurückgezogen hatten. 

Diese Zusagen deuten auf eine Vision hin, in der die USA wieder an der Spitze der liberalen internationalen Ordnung stehen, eine Position, von der aus sie effektiver mit China konkurrieren - und kooperieren - können. Allerdings bestehen gute Gründe für die Annahme, dass viele Amerikaner gar nicht wollen, dass ihr Land wieder die Führung übernimmt

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