rogoff180_ FREDERIC J. BROWNAFPGetty Images) Frederic J. Brown/AFP/Getty Images

Man sollte den Renminbi aus den US-chinesischen Handelsverhandlungen herauslassen

CAMBRIDGE – Wird die möglicherweise kurz bevorstehende Handelsvereinbarung zwischen den USA und China die globalen Geschäftszyklen verschärfen oder gar der nächsten asiatischen Finanzkrise den Boden bereiten? Falls die letztliche Übereinkunft – vorausgesetzt, es kommt dazu – China zwingt, dauerhaft an seinem antiquierten, übertrieben rigiden Wechselkurssystem festzuhalten, könnte die Antwort „Ja“ lauten.

Den Wechselkurs des Renminbi gegenüber dem US-Dollar stabil zu halten würde von den chinesischen Behörden verlangen, entweder Veränderungen bei den US-Zinssätzen mitzumachen oder Verrenkungen im Bereich der Kapitalkontrollen zu unternehmen, um den vom Wechselkurs ausgehenden Druck anderweitig auszugleichen. Doch ist China schlicht zu groß und zu global ausgerichtet, um an einer Wechselkurspolitik festzuhalten, die sich besser für eine kleine, offene Volkswirtschaft eignet.

Zudem ergibt keiner der beiden Ansätze, den Renminbi stabil zu halten – Aufrechterhaltung der Zinsparität oder Einsatz von Kapitalkontrollen –, Sinn für eine Wirtschaft mit Geschäftszyklen, die selten genau mit denen der USA übereinstimmen. Angesichts seiner tendenziell abnehmenden Wirtschaftsleistung, dem Überangebot auf dem Wohnungssektor und überschuldeten Regionalregierungen kommen auf China unweigerlich politisch sensible Wachstumsprobleme zu. Wenn es so weit ist, muss die chinesische Notenbank in der Lage sein, ihre Geldpolitik zu lockern, ohne sich Sorgen um die Stützung des Wechselkurses machen zu müssen.

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