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Warum wir Feuchtgebiete brauchen

GLAND, SCHWEIZ – Der Saal für ausgestorbene Arten befindet sich in einem dunklen Winkel des Pariser Naturkundemuseums. Er beherbergt eine gespenstische Sammlung von Arten, die längst aus der Natur verschwunden sind. Wie groß werden Museen für zukünftige Generationen sein müssen, wenn man bedenkt, dass die Artenvielfalt schneller schwindet als je zuvor in der Geschichte der Menschheit?

Wir stehen vor dem sechsten Massenaussterben, bei dem schätzungsweise eine Million Tier- und Pflanzenarten von der Erde verschwinden werden. Ist das von Bedeutung? Wir haben den Untergang des Dodos überlebt, und wird die kurz bevorstehende Ausrottung des Nördlichen Breitmaulnashorns ‒ wenngleich tragisch ‒ wirklich eine Rolle für unser Leben spielen?

Das wird sie. Alle Lebewesen auf unserem Planeten sind auf gesunde und vielfältige Ökosysteme für Luft, Wasser und Nahrung angewiesen. Dieselben Ökosysteme regulieren das Klima und liefern die Rohstoffe und Ressourcen, von denen unsere Wirtschaft – und unser Leben – abhängt. Der jährliche Wert des vielfältigen Nutzens, den der Mensch tagtäglich weltweit aus den Ökosystemen seiner Umgebung zieht, wird auf 125 Billionen Dollar geschätzt.

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