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Amerikas vergessene Verbündete in Syrien

AFRIN, SYRIEN – Am 20. Januar begann die Türkei im Norden von Syrien mit Luftangriffen und heftigem Beschuss. Dabei ging es den Angreifern angeblich darum, eine Bedrohung der Sicherheit zu neutralisieren. Das angegriffene Gebiet und Afrin, die Stadt, in der ich kämpfe, stehen unter der Kontrolle der Schutzeinheiten des Kurdischen Volkes (YPG).

Als Kommandant der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), zu denen auch die YPG gehören, möchte ich mich ganz klar ausdrücken: Die türkische Behauptung, wir würden über die Grenze hinweg Krieg führen, ist völlig unwahr. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Mit der „Operation Olivenzweig“ greift die Türkei uns an. Und trotzdem genießt sie dabei, aus Gründen, die ich nicht verstehen kann, die schweigende Zustimmung der internationalen Gemeinschaft.

Unsere Streitkräfte führen keine Angriffe gegen den türkischen Staat. (Die YPG haben nur das Feuer erwidert, das türkische Stellungen gegen uns eröffnet haben.) Der einzige Krieg, den wir führen, richtet sich gegen die Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) – und dabei haben uns die Vereinigten Staaten unterstützt. Jetzt aber, wo der Kampf gegen den IS fast beendet ist, sind unsere internationalen Unterstützer stiller geworden – und die türkischen Raketen lauter.

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