Cyril Ramaphosa GULSHAN KHAN/AFP/Getty Images

Kann Ramaphosa Südafrika auf Vordermann bringen?

WASHINGTON, DC – Cyril Ramaphosas Sieg im Kampf um den Vorsitz des in Südafrika regierenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) im Dezember war eine deutliche Absage an Präsident Jacob Zuma. Ramaphosa wird 2019 – wenn nicht schon früher - beinahe sicher als Südafrikas Präsident gewählt werden. Er versprach, die moribunde Wirtschaft des Landes anzukurbeln und eine weitreichende Agenda gegen Korruption umzusetzen.

Die Schlüsselfrage lautet allerdings, in welchem Maße sich Veränderungen an der Spitze auf die krisengeschüttelte Demokratie in Südafrika auswirken werden.

Ramaphosa wird wohl keine Wunder vollbringen. Zunächst steht er vor der Herausforderung, seine eigene Partei zu reformieren. Die Identität des ANC als Partei, die Südafrika 1994 von der Geißel der Apartheid befreite, hat ihr seit diesem Zeitpunkt bei jeder Wahl zur Stimmenmehrheit verholfen. Heute jedoch wird der ANC sowohl der Untauglichkeit als auch des moralischen Verfalls bezichtigt und er verlor bei Lokalwahlen im Jahr 2016 in beispielloser Weise Stimmen an die Oppositionspartei Demokratische Allianz.

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