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Frauen für Gesundheit in Afrika

BRAZZAVILLE – Vernachlässigte Tropenkrankheiten (Neglected Tropical Diseases - NTD) betreffen überproportional Frauen und Kinder. Allein genitale Bilharziose-Infektionen bei Frauen verursachen starke Schmerzen, Blutungen und Verletzungen bei mehr als 16 Millionen Frauen und Mädchen in der Sahelzone.

Aber NTD sind nicht nur die Ursache für großes Leid, sondern sie haben auch ernsthafte langfristige sozioökonomische Folgen für Millionen von Frauen und Mädchen. Frauen, die von Krankheiten wie FGS und Elephantiasis vernarbt oder entstellt wurden, werden oft derart stigmatisiert, dass sie nicht mehr heiraten können oder von ihren Partnern verlassen werden. Und selbst wenn Entstellungen und gesellschaftliche Stigmatisierung keine tödlichen Folgen haben, können sie psychische Störungen verursachen oder verschlimmern und die Chancen von Frauen und Mädchen beschränken.

Seit 2000 wurden genügend Medikamente für fünf Milliarden Vorsorgebehandlungen gegen NTD gespendet. Und viele Menschen erkennen jetzt, dass die Kontrolle und letztendlich die Eliminierung von NTD eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele sein werden, bei denen es um so unterschiedliche Bereiche wie Ernährung, Bildung, Gesundheit, Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene sowie Wirtschaftswachstum geht. Da die nachhaltigen Entwicklungsziele auf dem Prinzip beruhen, dass niemand zurückgelassen werden darf, kann man sie erst als Erfolg betrachten, wenn sie überall und für alle umgesetzt wurden – einschließlich für Frauen und Mädchen.

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