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Arbeit in einer automatisierten Zukunft

LONDON – Neue Innovationen lassen die Grenzen zwischen der physischen, der digitalen und der biologischen Welt immer mehr verschwimmen, und unsere Zukunft wird heute von disruptiven Technologien diktiert. Roboter erobern den Operationssaal und Fast-Food-Restaurants; mithilfe von 3D-Bildgebung und Stammzellengewinnung lassen sich aus den körpereigenen Zellen eines Patienten Knochen züchten, und 3D-Druck fördert eine Kreislaufwirtschaft, in der wir eingesetzte Rohstoffe über den Lebenszyklus eines Produktes hinaus wiederverwerten können.

Dieser „Innovations-Tsunami“ wird die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten und wie unsere Gesellschaften funktionieren grundlegend verändern. Technologien, die den Kinderschuhen entwachsen – etwa in den Bereichen Robotertechnik, Nanotechnologie, Virtuelle Realität, 3D-Druck, Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und in der modernen Biologie – werden in der vierten industriellen Revolution miteinander verschmelzen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Technologien und ihre breite Anwendung in der Praxis wird alle Wissenschaftszweige, Branchen und Volkswirtschaften ebenso radikal verändern, wie die Art und Weise wie Einzelne, Unternehmen und Gesellschaften Waren und Dienstleistungen produzieren, vertreiben, konsumieren und entsorgen.

Diese Entwicklungen haben bange Fragen aufgeworfen, welche Rolle der Mensch in einer technologisierten Welt spielen wird. Einer Studie der Universität Oxford zufolge könnte fast die Hälfte aller Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten in den nächsten zwanzig Jahren der Automatisierung zum Opfer fallen. Andererseits behaupten Ökonomen wie James Bessen von der Universität Boston, dass Automatisierung oft Hand in Hand mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze geht. Also was ist Sache – neue Arbeitsplätze oder strukturelle Massenarbeitslosigkeit?

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