Monty Rakusen/Getty Images

Verstärkte Anstrengungen zur Steigerung der europäischen Energieeffizienz

BRÜSSEL – Auf der Pariser Klimakonferenz (COP21) im vergangenen Dezember haben Regierungen weltweit eine verbindliche Zusage zur Festsetzung nationaler Ziele, darunter von Messgrößen für die Energieeffizienz, abgegeben, um die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Jetzt naht für die Europäische Kommission ein Augenblick der Wahrheit: Wird sie ehrgeizige, aber realistische Ziele für die Energieeffizienz festlegen, die Bevölkerung und Industrie zu echten Veränderungen zwingen? Oder beugt sie sich dem politischen Druck und stellt bedeutungslose Ziele auf, die auch ohne zusätzliche Anstrengung sowieso erreicht werden?

Der letztere Ansatz wurde 2014 verfolgt, als sich die europäischen Regierungen einigten, die Energieeffizienz bis 2030 um 27% zu erhöhen. Damals applaudierte man dem Europäischen Rat für seine Führungsstärke. Niemand machte sich die Mühe, zu erwähnen, dass die weltweite Energieeffizienz bis 2030 vermutlich schon von allein um rund 35% steigen würde.

Das COP21-Übereinkommen hat Europa eine zweite Chance gegeben, ein Beispiel zu setzen und zum weltweiten Bannerträger für die Energieeffizienz zu werden. Umweltschützer, Unternehmensführer und Wissenschaftler erwarten von der Europäischen Kommission nun neue Zielvorgaben, die aller Voraussicht nach im Oktober im Rahmen der anstehenden Überarbeitung der Energieeffizienzrichtlinie der Kommission festgelegt werden dürften.

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