Winter tree Massmo Relsig/Flickr

Ein Jahr der Erde

STOCKHOLM – Am 22. April ist der 45. Jahrestag des Tages der Erde, der 1970 eingeführt wurde, um mehr Aufmerksamkeit auf die Umweltprobleme zu lenken. Nie zuvor waren diese Probleme größer oder dringender als heute. Die Kombination von Klimawandel, Verlust an Biodiversität und Raubbau an den natürlichen Ressourcen bringt den Planeten an einen Wendepunkt, jenseits dessen Ziele wie nachhaltige Entwicklung oder die Verringerung der Armut schwieriger zu erreichen sein werden als jemals zuvor.

Seit 1970 haben Wissenschaftler nicht nur erkannt, dass der Mensch der Hauptverantwortliche für die Umweltveränderungen auf der Erde ist, sondern auch, dass er den Planeten über seine natürlichen Grenzen hinaus belastet. Wenn wir nicht schnell große Veränderungen einleiten, könnten die Ergebnisse verheerend sein.

Als sich die Politiker vor fünf Jahren weltweit darauf einigten, die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert auf 2º Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen – die Schwelle, oberhalb derer sich das Risiko katastrophaler Folgen des Klimawandels deutlich erhöht – schienen sie von dieser Erkenntnis geleitet worden zu sein. Allerdings hat es seitdem keine entschiedenen Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen gegeben. Im Gegenteil: Die Emissionen sind deutlich gestiegen, was zur Folge hatte, dass das letzte Jahr eines der wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen war.

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