Der hohe Preis für billiges Fleisch

BERLIN – Die Tierhaltung unter Fabrikbedingungen ist eine entscheidende Triebkraft für die Industrialisierung in der Landwirtschaft. Ihre zügellose Ausbreitung trägt zu Klimawandel, Entwaldung, Verlust an Artenvielfalt und der Verletzung der Menschenrechte bei – und dies alles, um den ungesunden Appetit der westlichen Gesellschaften auf billiges Fleisch zu befriedigen.

Im zwanzigsten Jahrhundert waren die größten Fleischkonsumenten Europa und die Vereinigten Staaten. Durchschnittlich nahm dort eine Person 60-90 Kilogramm zu sich – viel mehr, als für die menschliche Ernährung erforderlich ist. Obwohl der westliche Konsum heute stagniert und in manchen Gebieten sogar zurück geht, ist er doch weiterhin viel höher als in den meisten anderen Regionen der Welt.

Inzwischen nähern die Mitglieder der aufblühenden Mittelklasse in den Schwellenländern – insbesondere den sogenannten BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) – ihre Ernährungsgewohnheiten an diejenigen ihrer westlichen Nachbarn an. Bei weiter steigenden Einkommen in den nächsten Jahrzehnten wird auch die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten weiter wachsen.

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