Crumpled paper on notebook with drawn image of light bulb.

Zur Bewältigung der Revolution auf dem Energiesektor

RIAD/LONDON – Jahrzehntelang war die internationale Energielandschaft relativ stabil: Produzenten wie Saudi-Arabien, der Iran und Algerien verkauften Öl und Gas an Verbraucher in den USA und Europa. Angesichts dramatischer technologischer, wirtschaftlicher und geopolitischer Veränderungen in den Handelsbeziehungen jedoch wird der Energiesektor in ein paar Jahren vermutlich nicht mehr wiederzuerkennen sein.

Erforderlich ist eine neue Lenkungsstruktur, die über die traditionellen bilateralen Beziehungen zwischen Produzenten und Verbrauchern hinausgeht. In einer im raschen Wandel begriffenen Welt erfordert die Sicherheit der Energieversorgung die umsichtige Steuerung multipler, ineinandergreifender Beziehungen. Nur ein inklusives internationalen Forum, in dem man komplexe Ideen äußern und diskutieren kann, dürfte der Aufgabe gewachsen sein, die neue Ära der Nutzung, Produktion und des Konsums von Energie erfolgreich zu bewältigen.

Die derzeit ablaufenden Veränderungen sind profund. In vielen Energie exportierenden Ländern steigt der Binnenkonsum steil an. Historisch gesehen haben diese Länder Energie als billigen Rohstoff betrachtet. Heute unternehmen sie zunehmend Schritte, um Subventionen abzubauen, Marktpreise einzuführen und ihre Effizienz zu steigern – eine Politik, die normalerweise eher mit Energie importierenden Ländern in Verbindung gebracht wird. BP prognostiziert, dass im Mittleren Osten mit seinen enormen Reserven an fossilen Brennstoffen der Primär-Energieverbrauch bis 2035 um 77% ansteigen wird.

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