Housing crisis denver Chris Hondros/Getty Images

Die Rückkehr der Immobilienblase

CAMBRIDGE – Durch die Finanzkrise von 2008-2009 wurde eine erhebliche Schwäche in der Struktur des globalen Finanzsystems sichtbar: ein Übernachtmarkt für Hypothekenpapiere, der das damalige Platzen der Immobilienblase nicht verkraften konnte. Bis heute, etwa neun Jahre später, wurde dieses Problem immer noch nicht zufriedenstellend gelöst.

Als damals die Krise ausbrach, verliehen Unternehmen und Investoren in den Vereinigten Staaten ihr überschüssiges Bargeld über Nacht an die Banken und andere Finanzinstitute, die das Geld dann am nächsten Morgen einschließlich Zinsen zurückzahlen mussten. Da die Einlagenversicherungen der Banken nur Summen bis zu 100.000 Dollar abdeckten, legten Investoren, die Millionenbeträge zur Verfügung hatten, ihr Geld oft am Übernachtmarkt an, und verwendeten hochgradig verlässliche US-Staatsanleihen mit langer Laufzeit als Sicherheit.

Diese Übernachtgläubiger konnten aber noch höhere Renditen erzielen, wenn sie riskantere Hypothekenpapiere als Absicherung verwendeten. Viele von ihnen konnten dieser Versuchung nicht widerstehen. So wurden auf dem völlig überhitzten US-Immobilienmarkt bald Billionen umgesetzt.

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