US President Donald Trump signs trade sanctions against China MANDEL NGAN/AFP/Getty Images

Trumps Handelsverirrungen

NEW YORK – Das Handelsgeplänkel zwischen den USA und China über Stahl, Aluminium und andere Waren ist ein Produkt der Verachtung von US-Präsident Donald Trump für multilaterale Handelsabkommen und für die Welthandelsorganisation – eine Einrichtung, die geschaffen wurde, um Streitfälle in Handelsfragen zu entscheiden.

Bevor er Einfuhrzölle auf mehr als 1300 Arten chinesischer Waren im Wert von rund 60 Milliarden Dollar jährlich verkündete, hatte Trump Anfang März hohe Zölle von 25% auf Stahl und 10% auf Aluminium enthüllt, die er mit der nationalen Sicherheit rechtfertigte. Trump beharrt darauf, dass ein Zoll auf einen kleinen Bruchteil des importierten Stahls – dessen Preis weltweit festgesetzt wird – ausreicht, um einer echten strategischen Bedrohung zu begegnen.

Die meisten Experten freilich finden diese Begründung fragwürdig. Trump selbst hat seine Behauptung, aus Gründen der nationalen Sicherheit zu handeln, bereits dadurch konterkariert, dass er wichtige die USA beliefernde Stahlexporteure von diesen Zöllen ausgenommen hat. Kanada etwa ist, unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Nachverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA), von den Zöllen befreit; faktisch wird dem Land also gedroht, sofern es den Forderungen der USA nicht nachgibt.

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