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Die Dialektik der globalen Handelspolitik

MÜNCHEN – Es vollzieht sich derzeit ein subtiler, aber bedeutsamer Wandel in der Art und Weise, wie die Politik den internationalen Handel betrachtet. Und das schließt die Versuche zur Beilegung langwieriger Probleme mit ein. Die Veränderung beruht auf der zentralen Unterscheidung zwischen dem „Was“ des Handels (wo relativ breite Einigkeit zwischen den einzelnen Ländern herrscht) und dem „Wie“ (wo Differenzen wichtige Beziehungen – sowohl zwischen den USA und Europa als auch zwischen China und den hochentwickelten Ländern – tendenziell untergraben). Infolgedessen besteht etwas mehr Anlass zu Optimismus, als das Gerede über schädliche Handelskriege, erstickende Investitionsbeschränkungen, technologische Konflikte und sich vervielfachende Spannungen zwischen den Großmächten nahelegt.

Die relativ breite Übereinstimmung im Bereich des internationalen Handels konzentriert sich tendenziell auf vier wichtige Hypothesen, die durch zahlreiche Forschungsarbeiten und Belege gestützt werden.

Erstens ist ein freier und fairer Handel im Interesse der meisten Menschen in den meisten Ländern, aber er reicht für einen breite Schichten umfassenden Wohlstand nicht aus. Einzelne Segmente der Gesellschaft können dadurch ihre Arbeitsplätze verlieren, an den Rand gedrängt und verprellt werden. Insofern ist der Handel nicht bloß ein wirtschaftliches Problem. Er umfasst zugleich wichtige institutionelle, politische und soziale Dimensionen.

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