0

Der wachsende Wohlstand der Nationen

Gerade ist die neue Version 6.2 der „Penn World Table“ herausgekommen, die den Lebensstandard zwischen den verschiedenen Ländern vergleicht. Die neusten Zahlen betreffen das Jahr 2004, und aufgrund von Datenverzögerungen sind nicht alle Länder enthalten. Trotzdem sind diese Zahlen wertvoll, denn sie sind von herausragender Qualität und korrigieren systematisch die zwischen den einzelnen Ländern herrschenden Preisunterschiede – was manchmal zu erstaunlichen Ergebnissen führen kann.

Was die 82 Länder angeht, für die nun für 2004 Daten zur Verfügung stehen, so gibt es eine wirklich gute Neuigkeit: Das reale BIP pro Kopf ist in den Jahren 2000-2004 um durchschnittlich 18,9% gestiegen, d.h., durchschnittlich um 4.4% pro Jahr. Es geht den Menschen im Allgemeinen also deutlich besser als noch vor ein paar Jahren. Bei diesem Tempo würde sich das BIP pro Kopf alle 16 Jahre verdoppeln.

Viele Menschen, die sich in 2000 kein Auto leisten konnten, haben jetzt eines; Leute, die sich nur eines leisten konnten, haben jetzt zwei. Menschen, die es sich nicht leisten konnten, ihre Kinder auf eine gute Schule oder Universität zu schicken, können es nun. Und Entsprechendes gilt für viele verschiedene Waren und Dienstleistungen, die wir konsumieren.

Eine Überraschung ist dabei, dass sich in der Länderrangliste beim BIP pro Kopf seit 2000 kaum Unterschiede feststellen lassen. Trotz all des Geredes über das chinesische Wirtschaftswunder konnte China sich nur geringfügig verbessern: vom 61. Platz unter 82 Ländern im Jahre 2000 auf den 60. Platz in 2004 – obwohl sein reales BIP pro Kopf von 2000-2004 um 44% oder 9,6% pro Jahr angestiegen ist, die höchste Zunahme unter allen bedeutenden Ländern.