People sit in the sun outside the the Royal Exchange in the City of London Jack Taylor/Getty Images

Zur Steuerung der Erwartungen brauchen die Notenbanken Kompetenz im Bereich der sozialen Medien

LONDON – Das weltweite Wirtschaftswachstum gewinnt an Fahrt. Laut Internationalem Währungsfonds befinden sich inzwischen alle G20-Länder in einer Expansionsphase. Zugleich treten wir endlich in einen Prozess der Normalisierung der Zinssätze und der Geldpolitik ein. Dieser Umschwung hat lange auf sich warten lassen; kaum jemand hätte 2008 vorhergesagt, dass die Auswirkungen der in jenem Jahr ausgebrochenen Finanzkrise so lange anhalten würden.

Fairerweise sollte man sagen, dass die Normalisierung der Politik an den unterschiedlichen Orten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit abläuft. Die US Federal Reserve (Fed) ist am weitesten; sie hat bereits zweimal die Zinsen erhöht, während in der Eurozone und in Japan die Normalisierung mehr erwartet als erlebt wird. Doch die allgemeine Richtung der Veränderungen ist klar.

Im Halbjahresbericht zur Geldpolitik an den Kongress der Fed prognostiziert Notenbankchefin Janet Yellen eine „allmähliche Erhöhung des Zinssatzes für Tagesgelder“. Zugleich ist die Fed bereits dabei, ihre Bestände an US-Schatzanleihen und Hypothekenpfandbriefen abzubauen. Anders ausgedrückt: Die sogenannte quantitative Lockerung wird derzeit in den USA durch eine quantitative Straffung ersetzt.

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