Elderly Germans Sean Gallup/Getty Images

Deutschlands alternde Gesellschaft

MÜNCHEN – Die Rekord-Zuwanderung nach Deutschland in den vergangenen zwei Jahren hat Zweifel an den demografischen Prognosen für das Land entstehen lassen. Diese rasche Veränderung hin zu einem vorteilhafteren Profil für die Bundesrepublik ist allerdings kein Grund, politisch schmerzhafte Entscheidungen über den Ruhestand und die Renten aufzuschieben.

Zu Beginn dieses Jahrhunderts waren als zuverlässig geltende Prognosen aufgrund sinkender Einwanderungszahlen und niedriger durchschnittlicher Geburtenraten davon ausgegangen, dass Deutschland 2050 über zehn Millionen Einwohner weniger haben würde. Heute fallen die Bevölkerungsprognosen deutlich vielversprechender aus. Den jüngsten Berechnungen der Bundesregierung zufolge könnte die Einwohnerzahl in Deutschland in Höhe von über 80 Millionen Menschen bis 2060 stabil bleiben, und das Angebot an Arbeitskräften könnte weniger drastisch schrumpfen als zuvor befürchtet.

Die Bevölkerungsprognosen mussten deutlich korrigiert werden, weil es bei der Zahl der Zuwanderer nach Deutschland heftige und unvorhergesehene Schwankungen gegeben hat, anders als bei der Zahl der Auswanderer aus Deutschland, die relativ stabil geblieben ist.

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