ECB building Hannelore Foerster/Getty Images

Die nächste Rezession kommt bestimmt: Europas Dilemma

CAMBRIDGE – Europa steht vor einem ernsten Problem. Obwohl die Wirtschaft zuletzt gewachsen ist, hat die Eurozone die Fähigkeit verloren auf den nächsten Abschwung zu reagieren, der unweigerlich kommen wird.

Die Europäische Zentralbank verdient Anerkennung für die wirtschaftlichen Verbesserungen der letzten Jahre. In einer Rede anlässlich der jährlichen Notenbankkonferenz in Jackson Hole, Wyoming, hat EZB-Präsident Mario Draghi 2014 drei Dinge erläutert, die die Wirtschaftsleistung in Europa verbessern könnten:

  • Länder, die haushaltspolitischen Spielraum haben, sollten ihn nutzen (Deutschland);
  • Strukturreformen in Italien und Frankreich;
  • ein Kurswechsel in der Geldpolitik.

Dann fuhr Draghi jedoch mit seiner Einschätzung fort, dass Deutschland seine Haushaltsausgaben nicht erhöhen werde und Italien und Frankreich die notwendigen Strukturreformen nicht durchführen werden. Er gelangte zu dem Schluss, dass die EZB das Wachstum durch Zinssenkungen ankurbeln müsse, die den Euro wettbewerbsfähiger machen und die Nettoexporte steigen lassen würden.

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