African youth education Eric Lafforgue/Art in All of Us

Afrikanische Wissenschaft gegen afrikanische Arbeitslosigkeit

BRIGHTON – Zwei Drittel der afrikanischen Bevölkerung sind unter 25 Jahren alt, und die Jugend des Kontinents könnte sein größter Wettbewerbsvorteil sein. Immerhin sind die langfristigen wirtschaftlichen Aussichten normalerweise mit der Verfügbarkeit einer jungen, mobilen Erwerbsbevölkerung verbunden. Ein aktueller Bericht der Mo-Ibrahim-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass zwischen 2004 und 2014 zehn der 25 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika lagen. Trotzdem ist es dem Kontinent – angesichts vieler Millionen junger Arbeitsloser und vieler anderer gering Beschäftigter – bis 2015 nicht gelungen, sein volles Potenzial zu verwirklichen.

Afrikas Problem der Jugendarbeitslosigkeit hat viele Gründe. Zunächst einmal findet Jugendpolitik und Jugendförderung in der ganzen Region nur in sehr begrenztem Umfang statt. Bereits bestehende Programme sind nicht ausreichend koordiniert, und oft ignorieren sie die Erfahrungen der Vergangenheit. Auch die Arbeitsmarktstrategien waren meist theoretischer Natur – gut gemeint, aber in praktischer Hinsicht ergebnislos.

Eine zusätzliche, oft übersehene Schwäche ist unserer Ansicht nach eine wissenschaftliche Umgebung, die kaum Beiträge der jüngsten afrikanischen Wissenschaftler – der gerade promovierten Doktoranden – zulässt, die vielleicht den Schlüssel dazu in der Hand halten, den Kontinent in Bewegung zu bringen. Die Erfahrung zeigt, dass junge afrikanische Doktoranden Forschungen beisteuern, die für die Bewältigung der Entwicklungsprobleme des Kontinents von entscheidender Bedeutung sind. Und trotzdem geschieht es viel zu oft, dass es diesen jungen Köpfen an der Ausbildung, dem Zugang und der Unterstützung mangelt, die sie brauchen, um ihre Ideen aus den Universitäten in die politische Arena zu bringen.

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