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Die Überbrückung der Infrastrukturlücke

SANKT PETERSBURG, RUSSLAND – Jeden Tag quälen sich in den Industrie- und Schwellenländern Millionen von Menschen durch verstopfte Straßen oder quetschen sich in überfüllte U-Bahnen, um zur Arbeit und zurück zu gelangen. Und dies ist wahrscheinlich nur eine der vielen – und vielleicht täglich spürbaren – Begegnungen mit Infrastruktursystemen, die aus den Nähten platzen. Sowohl in den Industriestaaten als auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern sind Straßen und Brücken reparaturbedürftig, die Wassersysteme zu alt oder unzureichend und die Elektrizitätsnetze überlastet, was zu Stromausfällen führt.

In zu vielen Ländern wurde seit Jahrzehnten zu wenig in die Infrastruktur investiert, was tägliche Unannehmlichkeiten verursacht und, schlimmer noch, das Wirtschaftswachstum bremst. Um diese Infrastrukturlücken zu überbrücken, ist viel Geld erforderlich, aber dies ist nur ein Teil der Lösung. Die Regierungen müssen auch den Planungs- und Bauprozess der Infrastruktur reformieren. Die Öffentlichkeit kann es sich nicht länger leisten, Projekte zu akzeptieren, deren Kosten außer Kontrolle geraten.

Die einmalige Fähigkeit von Infrastrukturprojekten, kurzfristig Arbeitsplätze zu schaffen und langfristig die Produktivität anzukurbeln, ist den Politikern sehr gut bekannt. Aber trotzdem sind den Ankündigungen nur selten Taten gefolgt, obwohl sich die Zinsen in den letzten acht Jahren auf Tiefstständen bewegten.

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