UK EU politics Tolga Akmen/Getty Images

Wie sich das Beste aus dem Brexit-Übereinkommen machen lässt

PARIS – Am 8. Dezember einigten sich das Vereinigte Königreich und die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf einige zentrale Aspekte der Brexit-Scheidungsvereinbarung. Das hat den Weg für die am 15. Dezember getroffene Entscheidung freigemacht, ein neues Kapitel bei den Verhandlungen aufzuschlagen, das sich auf die Regelung der künftigen Beziehungen zwischen EU und Vereinigtem Königreich und auf die Übergangsbestimmungen konzentriert. Dies ist eine gute Nachricht, nicht zuletzt deshalb, weil sie das Worst-Case-Szenario vermeidet: einen harten Brexit. Doch was nun kommt, ist eine erheblich größere Herausforderung.

Für eine Weile sah es aus, als würde Europa schlafwandlerisch auf einen harten Brexit zusteuern. Angesichts der tiefen Spaltungen innerhalb der regierenden Konservativen Partei im Vereinigten Königreich und der scheinbar mangelnden Bereitschaft der EU, strategisch zu handeln, schien ein einigungsloses Szenario, bei dem beide Seiten über die Klippe springen, hochwahrscheinlich.

Am Ende jedoch machte das Vereinigte Königreich wichtige Zugeständnisse, die ein Fortschreiten der Verhandlungen ermöglichten: Es stimmte zu, seinen EU-Partnern sehr viel mehr zu zahlen, als es ursprünglich erklärt hatte, und verpflichtete sich, trotz weiterhin uneingeschränkten Zugangs Nordirlands zum britischen Markt eine „harte“ Grenze zwischen Nordirland (das zum Vereinigten Königreich gehört) und der Republik Irland (die Teil der EU ist) zu vermeiden.

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