Two men dressed as customs officers take part in a protest Charles McQuillan/Getty Images

In den Brexit-Abgrund

PARIS – Ein Freund von mir aus Großbritannien reist nie ohne seinen irischen Pass, jedenfalls seitdem das Vereinigte Königreich im Juni 2016 für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hat. „Für alle Fälle,” sagt er, „man weiß nie, was passiert.”

Seit der Brexit-Abstimmung ist der irische Pass so etwas wie eine Versicherung gegen Irrationalität und, jedenfalls für meinen Freund, die Möglichkeit geworden, seine europäische Identität zu behalten. Wenn es in London schiefgehen sollte, ist immer noch Dublin da.

Absicherung ist die bevorzugte Reaktion derjenigen, die versuchen, die britische Scheidung von der EU zu bewältigen. Die diesen Monat erzielte Vereinbarung zwischen den Verhandlern des Vereinigten Königreichs und der EU hat die Ungewissheit nur noch verstärkt. Einerseits hat dieser „Durchbruch” den Weg für Gespräche über die Handelsbeziehungen nach dem Brexit geebnet, wodurch eine Trennung unausweichlich erscheint. Andererseits ist da diese Überzeugung, nichts sei in Stein gemeißelt, und eine endgültige Regelung sei erst möglich, wenn viele heikle Fragen gelöst seien.

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