elerian106_Daniel-BerehulakGetty-Images_london-workers Daniel Berehulak/Getty Images

Der Brexit und die Weltwirtschaft

WASHINGTON, DC – Das alles beherrschende Thema Brexit beschäftigt das Vereinigte Königreich seit zweieinhalb Jahren. Die Fragen nach dem „Wenn”, „Wie” und „Wann” eines Austritts aus der Europäischen Union nach jahrzehntelanger Mitgliedschaft dominierte verständlicherweise die Berichterstattung und verdrängte beinahe jede andere politische Debatte. Untergegangen ist beispielsweise eine ernsthafte Diskussion darüber, wie Großbritannien  in Zeiten der weltweiten wirtschaftlichen und finanziellen Fluidität seine Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit ankurbeln soll.

Gleichzeitig hat das Interesse der übrigen Welt am Brexit verständlicherweise nachgelassen. Die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU schleppten sich mit zahlreichen Déjá-Vu-Momenten dahin und es herrscht Einigkeit darüber, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen in Großbritannien weitaus stärker zu spüren sein werden als in der EU, geschweige denn in anderen Ländern.

Doch der Rest der Welt steht selbst vor tiefgreifenden Herausforderungen. In den politischen und wirtschaftlichen Systemen vollziehen sich derzeit weitreichende strukturelle Veränderungen, von denen viele auf Technologie, Handel, Klimawandel, die starke Ungleichheit und zunehmenden politischen Ärger zurückzuführen sind. Bei der Lösung dieser Probleme wären die politischen Entscheidungsträger weltweit gut beraten, die Lehren aus dem britischen EU-Austritt zu beherzigen.

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