Die bessere Welt ist bereits da

KOPENHAGEN – Seit Jahrhunderten diskutieren Optimisten und Pessimisten über den Zustand der Welt. Pessimisten sehen eine Welt, in der mehr Menschen weniger Nahrung bedeuten, in der steigender Ressourcenbedarf zu Raubbau und Krieg führt, und in der die zunehmende Produktionskapazität der letzten Jahrzehnte mehr Verschmutzung und globale Erwärmung nach sich zieht. Einer der heiligen Texte der aktuellen Generation von Pessimisten, Die Grenzen des Wachstums, beeinflusst die Umweltbewegung bis heute.

Die Optimisten dagegen behaupten, dass alles besser wird – die menschliche Gesundheit, der Lebensstandard, die Umweltqualität und so weiter. Von ihren Gegnern werden sie als „Ökonomen des Überflusses“ gesehen, die dem Markt vertrauen, der angeblich alle Probleme löst.

Aber statt Tatsachen und Geschichten herauszupicken, die in eine große Erzählung von Niedergang oder Fortschritt passen, sollten wir versuchen, alle Bereiche der menschlichen Existenz zu vergleichen, um zu sehen, ob die Welt wirklich besser oder schlechter wird. Genau dies habe ich gemeinsam mit 21 weltweit führenden Ökonomen dadurch zu erreichen versucht, dass wir eine Wertungsliste der letzten 150 Jahre entwickelten. In zehn Bereichen – darunter Gesundheit, Ausbildung, Krieg, Geschlechterverhältnis, Luftverschmutzung, Klimaveränderung und Biodiversität – haben die Ökonomen alle dieselbe Frage beantwortet: Wie hoch waren die relativen Kosten dieses Problems in jedem Jahr von 1900 bis 2013, einschließlich Prognosen bis 2050.

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