Nahrung im Zeitalter der Biokraftstoffe

ROM – Biokraftstoffe sind in den vergangenen Jahren zum Zankapfel geworden. Für einige kommt eine erneuerbare Energiequelle aus organischem Material einer Zauberformel im Kampf gegen den Klimawandels gleich. Andere betrachten Biokraftstoffe als existenzielle Bedrohung, denn die Pflanzen für ihre Erzeugung konkurrieren um landwirtschaftliche Flächen und Wasser, die sonst für den Anbau von Nahrungsmitteln verwendet würden.

Dabei haben wir es mit einem falschen Dilemma zu tun. Es kann keine Entscheidung zwischen Nahrungsmitteln und Kraftstoffen geben. Wir können beides zu unserem Vorteil nutzen. Unter den richtigen Voraussetzungen können Biokraftstoffe ein wirksames Mittel zur Erhöhung der Ernährungssicherheit sein, indem sie armen Bauern als nachhaltige und erschwingliche Energiequelle dienen.

In einigen afrikanischen Binnenstaaten kostet Benzin dreimal so viel wie im globalen Durchschnitt, was dazu führt, dass Kraftstoffpreise eines der Haupthindernisse für das Wachstum der Landwirtschaft darstellen. Eine Ausweitung der Nutzung von Biokraftstoffen in diesen Regionen kann die Produktivität steigern und vor allem in ländlichen Gebieten neue Beschäftigungsmöglichkeiten entstehen lassen. Die Wirkung könnte noch verstärkt werden, wenn die zusätzliche Nachfrage nach Ausgangstoffen für die Produktion von Biokraftstoffen durch bäuerliche Familienbetriebe und Kleinerzeuger gedeckt würde.

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