Das PISA-Versprechen

PARIS – Das Programm für Internationale Schülerbewertung (PISA) bewertet die Fähigkeiten und das Wissen von Schülern in den leistungsstärksten und sich am schnellsten entwickelnden Ausbildungssystemen. Dabei liefert es wertvolle Reformideen und Informationen darüber, wie diese umgesetzt werden können. Im Rahmen von PISA kommen Politiker, Lehrer und Forscher aus der ganzen Welt zusammen und diskutieren, welches Wissen Schüler brauchen, um in der heutigen Welt erfolgreiche und verantwortungsvolle Bürger zu werden, und wie effektivere und integrativere Ausbildungssysteme geschaffen werden können.

Manche behaupten, die PISA-Ergebnisse seien nicht relevant, weil sie auf zu vielen und unterschiedlichen Faktoren beruhen. Andere betonen die Probleme, die das Testen von Schülern unterschiedlicher Sprachen und kultureller Hintergründe mit sich bringt. Natürlich ist der grenzüberschreitende Vergleich von Ausbildungssystem nicht einfach, aber PISA ist und bleibt das weltweit nützlichste Werkzeug für Politiker, die versuchen, ihre nationalen Ausbildungssysteme zu verbessern.

Vor PISA behaupteten viele Regierungen, über das erfolgreichste Schulsystem der Welt zu verfügen und eventuelle Schwächen bereits im Griff zu haben. Dadurch, dass PISA die Schwachstellen der Systeme der einzelnen Länder offenlegt, können Politiker verbleibende Defizite erkennen – und hoffentlich beseitigen.

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