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Alternativen zur Alternativenergie

VIRGINIA BEACH – Das Problem dauerhafter Energiequellen steuert sein Jahrzehnten auf eine Krise zu. Mit den Katastrophen in Japan könnte letztlich erreicht werden, was Jahrzehnte des Nahostkonflikts nicht geschafft haben: nämlich die Regierungen davon zu überzeugen, in die zur Entwicklung praktikabler Energiealternativen nötige Forschung zu investieren.

Die unmittelbare Antwort der Politik auf das Desaster in Japan werden kleinere Anpassungen im Bereich bekannter Energiequellen wie Wind- und Solarenergie sein. Aber die aktuellen Optionen, wie sie vielen Regierungen momentan vorschweben, werden nicht reichen. Die Produktion von Materialien zur Bindung und Speicherung von Sonnenenergie, beispielsweise, kann ebenso großen ökologischen Schaden anrichten wie konventionelle Brennstoffe. Und mit bestehender Wind- und Solartechnologie kann der Energiebedarf großer Bevölkerungen nicht gedeckt werden.

Natürlich bleiben fossile Brennstoffe wie Kohle und Erdgas weiterhin von Bedeutung, aber ihre Förderung und Nutzung ist vor allem in Nordamerika und China mit Grundwasser-Verschmutzung und Kohlendioxid-Emissionen verbunden. Die Tragödie in Japan erinnert uns daran, dass Atomenergie zwar kein CO2 ausstößt, aber in anderer Art und Weise toxisch ist.  

Wenn es jemals einen guten Zeitpunkt für massive Investitionen in die Erforschung dauerhafter Energiequellen gab, so ist er nun eingetreten. Wir brauchen etwas im Stile des Manhattan-Projekts (im Zuge dessen die Atombombe entwickelt wurde) oder des Apollo-Programms (das die Menschen zum Mond brachte).