A visual representation of the digital cryptocurrency Bitcoin JACK GUEZ/AFP/Getty Images

Blockchains gebrochene Versprechungen

NEW YORK – In der Finanzdienstleistungsbranche ist derzeit eine Revolution im Gange. Treibende Kraft dabei sind freilich nicht hochgejubelte Blockchain-Anwendungen wie etwa Bitcoin. Vielmehr fußt diese Revolution auf künstlicher Intelligenz, Big Data und dem Internet der Dinge.

Schon heute nutzen tausende realer Unternehmen diese Technologien, um alle Aspekte der Finanzvermittlung aufzumischen. Dutzende von Online-Zahlungsanbietern – PayPal, Alipay, WeChat Pay, Venmo usw. – haben hunderte von Millionen täglicher Nutzer. Und dank einer Vielzahl von Online-Daten über Privatpersonen und Unternehmen treffen Finanzinstitute präzise Kreditvergabe-Entscheidungen in Sekunden statt in Wochen. Im Laufe der Zeit könnten diese datengesteuerten Verbesserungen bei der Krediteinräumung sogar zyklische, kreditbedingte Auf- und Abschwünge vermeiden.

In ähnlicher Weise sind Versicherungsentscheidungen, Schadensbeurteilung und -abwicklung sowie Betrugsprüfungen alle schneller und präziser geworden. Und aktiv gemanagte Portfolios werden zunehmend durch passive Robo-Berater ersetzt, deren Ergebnisse genauso gut sind wie die Eigeninteressen verfolgender, hohe Honorare kassierender Finanzberater – wenn nicht sogar besser.

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