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Schlechte Nachrichten für die Ärmsten der Welt

WASHINGTON, DC – Die weltweite wirtschaftliche Stimmung lässt zu wünschen übrig. Bei ihrem Treffen im japanischen Fukuoka Anfang dieses Monats warnten die Finanzminister und Zentralbankgouverneure der G20, das Wirtschaftswachstum bleibe schwach – mit den Risiken weiterhin auf der Abwärtsseite. Nur wenige Tage vor dieser Versammlung hatte die Weltbank ihre weltweite Wachstumsprognose für 2019 auf 2,6% gesenkt – den niedrigsten Wert seit drei Jahren – und vorhergesagt, das Wachstum werde auch 2020-2021 schwach bleiben.

Aber hinter diesen Schlagzeilen steckt eine noch düsterere Geschichte: das immer schlimmere Schicksal der ärmsten Menschen der Welt. Da ihr Ausstieg aus der Armut durch die schwächere Weltwirtschaft noch erschwert wird, muss die Welt eine Reihe mutiger Maßnahmen treffen, um ihnen zu helfen.

Aus unseren früheren Erfahrungen wissen wir, was zu tun ist. Zwischen 2001 und 2019 hat sich die Anzahl der Länder mit geringem Einkommen – also einem jährlich Pro-Kopf-Einkommen von unter 995 Dollar – von 64 auf 34 beinahe halbiert. 32 dieser Länder erreichten den Status mittleren Einkommens, während nur zwei neue Länder zur Gruppe der Niedrigverdiener hinzu kamen. Durch diese bemerkenswerten Fortschritte in nur einer Generation – das Ergebnis starken Wachstums, besserer Politik und manchmal puren Glücks – konnten Millionen von Menschen aus der Armut befreit werden.

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