Reginald Owen is playing Scrooge Bettmann/Getty Images

Ein Trumpsches Weihnachtsmärchen

NEW YORK – Dieses Jahr machten die USA der Welt ein besonderes Weihnachtsgeschenk: eine Kürzung des regulären Budgets der Vereinten Nationen (UN) um 285 Millionen Dollar. Technisch gesehen ist dieses UN-Budget von einer Konsensentscheidung der 193 Mitgliedstaaten abhängig, aber die USA haben sich eindeutig am stärksten für die Kürzung eingesetzt. Nikki Haley, die US-Botschafterin bei den UN, fügte der weihnachtlichen Ankündigung sogar eine Warnung hinzu, die USA würden weitere Einsparungen anstreben.

Ebenezer Scrooge, der Geizhals aus Dickens’ Weihnachtsgeschichte, hätte dies nicht besser machen können. Durch die Haushaltskürzungen wird es für die UN-Behörden nun viel schwieriger, Kriege zu verhindern, Millionen Vertriebenen zu helfen, hungrige Kinder zu ernähren und mit Kleidung zu versorgen, Seuchen zu bekämpfen, das Trinkwasser zu sichern und den Armen Zugang zu Ausbildung und Gesundheitsfürsorge zu geben.

Präsident Donald Trump und Haley betonen die aufgeblähten Kosten der UN-Einsätze, und dort gibt es sicherlich Einsparpotenzial. Aber der Nutzen, den die Welt von den Zahlungen an die UN hat, ist erstaunlich groß, und die Mitgliedstaaten sollten in die Organisationen und Programme der Behörde nicht weniger investieren, sondern mehr.

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