hill103_Drew AngererGetty Images_trumpfaucicoronavirus Drew Angerer/Getty Images

Amerikas ideologische Infektion

NEW YORK – Obwohl bekannt ist, dass die Amerikaner ihre Autos besonders lieben, war es in Südkorea, wo erstmals Drive-Through-Tests für COVID-19 eingeführt wurden – eine einfache Maßnahme, die das Ansteckungsrisiko drastisch verringert hat. Außerdem haben die Amerikaner eine traditionelle Vorliebe für direkte Rede, Unverblümtheit und klares Denken. Und trotzdem waren es wieder die Südkoreaner, die der Coronavirus-Pandemie unverzüglich und entschlossen begegnet sind.

Sicherlich ist Südkorea eins der fortschrittlichsten Länder der Welt (obwohl viele Koreaner ein solches Lob wohl bescheiden ablehnen würden). Aber dies trifft auch auf die Vereinigten Staaten zu. Warum also hinken die USA in ihrer Reaktion auf die Pandemie derart hinterher?

Die kurze Antwort ist, dass das Land einen Präsidenten hat, der für seinen Job absolut nicht geeignet ist – weder vom Intellekt noch vom Temperament her. Die Mehrheit der Amerikaner hat dies schon vor Jahren erkannt. Setzen sich die aktuellen Trends in der öffentlichen Meinung fort, wird Donald Trump die Wahl im November verlieren und durch sein genaues Gegenteil ersetzt werden: den – wahrscheinlich von den Demokraten nominierten – Präsidentschaftskandidaten Joe Biden.

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